Ist der Zahnnerv geschädigt, läßt sich der betroffene Zahn nur durch eine Wurzelbehandlung erhalten. Da das Wurzelkanalsysthem eines Zahnes oftmals sehr grazil und mit vielen Krümmungen und Verzweigungen versehen ist, gab es dafür früher keine Behandlungsmöglichkeit, so daß der Zahn entfernt werden mußte.

Ablauf einer Wurzelbehandlung:

1. Kofferdam
Zunächst muß der Zahn mit einem Gummituch (Kofferdam) zum Mundraum hin isoliert werden. Damit wird verhindert, daß Bakterien aus dem Speichel in den Zahn gelangen können, und Spüllösungen in den Rachen gelangen.

2. Zugang
Um sich Zugang zu den äußerst feinen Kanalstrukturen zu verschaffen ist das Verwenden eines Operationsmikroskopes unerläßlich.

3. Aufbereitung
Im Folgenden müssen alle vorhandenen Wurzelkanäle akurat, bis exact an die Wurzelspitze aufbereitet und mindestens 30 Minuten mit desinfizierenden Lösungen gespült werden werden. Oftmals ist das Übersehen oder unvollständige Reinigen einzelner Wurzelkanäle Ursache für Beschwerden.

4. Füllung
Nach der gründlichen Reinigung der Kanäle werden diese mit einer speziellen Fülltechnik verschlossen, welche auch einen Verschluß von winzigen Seitenkanälen erlaubt. Die Wurzelfüllung erfolgt mit Guttapercha, einem biokompatiblem Naturmaterial.

Die Wurzelkanalbehandlung ist die letzte Möglichkeit einen Zahn zu erhalten. Sie ist die einzige Alternative zur Entfernung des Zahnes. Deshalb ist es auch notwendig diesen Erhaltungsversuch unter bestmöglichen Vorraussetzungen, das heißt unter Aufbietung aller notwendigen technischen Hilfsmittel und vor allen Dingen mit ausreichen Zeit durchführen zu können.

Eine derart durchgeführte Wurzelbehandlung hat eine Erfolgsquote von bis zu 95%.

Sie wird von zusätzlich ausgebildeten Zahnärzten (Zahnärzte mit Tätigkeitsschwerpunkt Endodontologie) durchgeführt.

Näheres zum Thema Wurzelkanalbehandlungen erfahren sie unter www.dgz-online.de